Das rotbunte Husumer Schwein

Rassebeschreibung

Kennzeichnung
Rassebeschreibung (33K) Schulterhöhe:
- Eber 90-95 cm
- Sau 80-85 cm

Gewicht:
- Eber 300 - 350 kg
- Sau 250 - 300 kg

Farbe:
Rot mit weißem Sattel, bei älteren Tieren dunkelt die rote Farbe häufig nach.

Eigenschaften:
Das Rotbunte Husumer Schwein ist vital, robust, genügsam, winterhart und hat gute Muttereigenschaften.

Zuchtkriterien Herdbuchtiere

* Schwarze Punkte (Hautflecken) sind nicht zulässig
* Nur rot-weiß-rote Tiere, keine einfarbige Schweine
* Satt hellrote Tiere, keine tief dunkelrote bis schwarzer Grundfarben (wie beim Angler Sattelschwein) anstatt rot
* Weißer Sattel: Mindestens handbreit und nicht breiter als die halbe Rumpflänge
* Sattelbeginn kopfwärts nicht weiter als bis Höhe vordere Schulterblatt-Linie
* Rote Hinterläufe (weiße Abzeichen im Klauen-/Fußbereich bis zum Sprunggelenk können geduldet werden
* Weiße Vorderläufe
* Schlappohren bis halb stehenden Ohren, keine Stehohren
* Mindestens 14 Zitzen
Sonderregelungen und eventuelle Ausnahmen sind vom Vorstand zu genehmigen.

ein fast perfekter Wurf (114K)
... ein fast perfekter Wurf ...

Zuchtgeschichte

Das Rotbunte Husumer Schwein ist wahrscheinlich aus zwei Linien hervorgegangen. Zum einen aus einer Kreuzung des schwarz-weiß gescheckten Holsteinischen Marschschweines mit dem englischen Tamworth-Schwein und aus einer rotweißen Farbvariante des Angler Sattelschweins.
Schon vor der Jahrhundertwende tauchten insbesondere im Raum Husum, entlang der schleswigholstenischen Westküste, Schweine mit rotbunter Färbung auf. Da ihre Rot-Weiß-Rot der dänischen Nationalfarbe entspricht, wurden kleine Bestände von der dänischen Minderheit als Zeichen für ihre völkerische Eigenständigkeit gehalten. Daher rührt der Name "Dänisches Protestschwein". 1954 wurde dann das Rotbunte Husumer Schwein als Rasse anerkannt und ein Herdbuch erstellt.
Wie alle andere alte Rassen wurden sie schon bald wegen ihrer dickeren Speckschicht und dem langsameren Wachstum von den moderneren Leistungsrassen verdrängt. Doch gerade der Speck als Geschmacksträger und ihre längere Reifezeit trägt zu einer sehr guten Fleischqualität bei.
Auf der Grünen Woche 1984 in Berlin tauchten zum ersten mal wieder einige rotbunte Schweine auf. Und durch intensives Züchten war der Bestand im Jahre 2000 auf über 100 Tiere angewachsen.
Zuchtbestand 2007: 30 Eber und 72 Sauen.